1. Leipziger Schwerhörigenbund zu Gast in Berlin

Gruppe von Menschen unterschiedlichen Alters steht vor einem Gebäude mit gelber Fassade und mehreren Fenstern
© Torsten Goldack

Am 28. Juli 2026 war es endlich so weit, wir reisten nach Berlin. Die Idee dazu wurde bereits zu den Selbsthilfetagen 2025 in Chemnitz geboren, aber „gut Ding will Weile haben“ und gut vorbereitet sein.

Unser Bus fuhr pünktlich 7:30 Uhr in Leipzig los. Ideales Wetter und wenig Stau ließen uns fast pünktlich in Berlin ankommen.

Vor dem Witzlebenhaus, dem Sitz des Schwerhörigen-Vereines Berlin e.V. und der DSB-Geschäftsstelle erwarteten uns bereits einige Mitglieder des Vereins. Wir wurden herzlich begrüßt und dann in die oberen Räume des Hauses geführt. Dank Torsten Goldack (Geschäftsstellenleitung der DSB-Geschäftsstelle) hatte auch unser Bus einen ordentlichen Parkplatz, was in Berlin sehr oft schwierig ist.

Die Gastgeber hatten nicht nur einen Willkommensgruß für uns an der Tür aufgestellt, sondern auch an jedem Platz lag eine kleine Überraschung.

Nachdem uns die stellv. Vorsitzende Andrea Mattern nochmals begrüßte, kamen wir bei Kaffee, Kuchen und belegten Broten/Brötchen, schnell mit allen ins Gespräch. Da sich einige untereinander von den DSB-Veranstaltungen schon kannten, wurden nicht nur Neuigkeiten, sondern auch Erinnerungen ausgetauscht.

Danach zeigte uns Andrea ein Highlight, nämlich die historische Ausstellung „125 Jahre Schwerhörigenbewegung“. Diese beleuchtet auf hervorragende Weise die Anfänge der Bewegung, die 1901 von Margarethe von Witzleben in Berlin ins Leben gerufen wurde. Hier stecken viel Arbeit und Herzblut drin!

Anschließend wurden wir von Torsten durch die Räume der DSB-Geschäftsstelle geführt und konnten den Mitarbeiter*innen über die Schulter schauen und uns mit ihnen austauschen. Im Beratungsraum konnte sich jeder die aktuellen Ratgeber und Informationsmaterialien anschauen, bzw. bei Bedarf mitnehmen. Ebenso erhielt jeder die aktuelle Zeitung des Vereins „Berlinerhören“. Vielen Dank dafür.

Wir schauten uns außerdem Bilder der Malgruppe an und trafen auf Christel Kneisel und ihre Bastelgruppe. Hier werden 125 Papierblumen für 125 Jahre Vereinsgeschichte gebastelt. Diese vielen Blumen werden als Dekoration zum Festabend im September zu sehen sein. Was für eine schöne Idee!

Der Besuch im HörBIZ Berlin bildete den Abschluss unseres Besuchs im Witzlebenhaus. Wir bedankten uns herzlich für diesen tollen Empfang und verabschiedeten uns, natürlich nicht ohne den Schwerhörigen-Verein Berlin bereits jetzt zu einem Besuch im nächsten Jahr nach Leipzig einzuladen.

Damit war der Tag aber noch nicht zu Ende. Uta Dörfer aus dem Berliner Verein hatte für uns eine schöne Gaststätte für das Mittagessen ausgesucht und anschließend eine City Tour mit dem Schiff auf der Spree organisiert. Begleitet wurden wir außerdem von einigen Mitgliedern aus Berlin.

Eine weitere schöne Gelegenheit ins Gespräch zu kommen.

An Bord des Restaurantschiffes konnte jeder seinen Platz frei wählen. Aber egal ob auf dem Deck oder darunter, es gab viel zu hören und zu sehen. Wir sahen u.a. den Fernsehturm, die Museumsinsel, den Berliner Dom, die Nikolaikirche, das ARD-Hauptstadtstudio und vieles mehr. Da das Hören auf dem Schiff eine Herausforderung sein kann, hatte Uta die Erklärungen verschriftlicht. Wir konnten also auch mitlesen. Eine großartige Idee.

Es war eine sehr abwechslungsreiche und informative Tour, bei der die Zeit wie im Fluge verging.

Uns hat dieser Tag in Berlin sehr gefallen. Bedanken möchten wir uns bei allen Organisatoren, insbesondere bei Uta Dörfer und Marco Rüdiger, die die Fäden der Organisation zusammenhielten. Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen 2027 in Leipzig.

Text: Beate Schwemmer

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