
MED-EL zum Welttag der Musik:
Musik und Hörverlust schließen sich nicht aus
21. Juni 2026 – (Innsbruck, Österreich). Musik zählt zu den komplexesten Herausforderungen beim Hören – und zugleich zu den wichtigsten. Am Welttag der Musik unterstreicht MED-EL seine führende Rolle als Hersteller von Hörimplantaten, die es Menschen mit schwerem Hörverlust ermöglichen, Musik genießen zu können. Durch die Kombination aus wissenschaftlicher Forschung, technologischer Innovation und gezielter Rehabilitation berichten viele Cochlea-Implantat-Nutzer*innen von messbaren Verbesserungen bei Klangqualität und Musikwahrnehmung.
„Bei MED-EL ist Musik keine Randerscheinung, sondern ein wesentlicher Innovationstreiber“, erklärt Johanna Boyer von MED-EL. Als Musikwissenschaftlerin, die selbst ein Cochlea-Implantat (CI) trägt, forscht sie seit 2012 auf diesem Gebiet. „Menschen wollen nicht nur Sprache verstehen. Sie möchten Klang in seiner ganzen Vielfalt genießen, vor allem auch Musik.“
Musik als Maßstab für gutes Hören
Die Cochlea-Implantat-Forschung konzentrierte sich traditionell auf das Verstehen von Sprache. MED-EL ging schon früh einen Schritt weiter und betrachtet Musikwahrnehmung als Maßstab für die Qualität des Hörens mit CI. Denn wenn man Tonhöhen, Melodien und Klangfarben unterscheiden kann, steigert das die Zufriedenheit, das Wohlbefinden und die soziale Teilhabe. „Musik bringt Hörtechnologie an ihre Grenzen“, so Boyer. „Wenn ein System bei Musik überzeugt, funktioniert es auch im Alltag.“
Von der Forschung zur Praxis
Das Hören von Musik ist ein komplexer Vorgang, der eine exakte Übertragung von Tonhöhen, zeitlichen Aspekten und Klangfarbe erfordert. In diesen Bereichen gelangen konventionelle Hörsysteme oft an ihre Grenzen. MED-EL arbeitet seit Jahrzehnten daran, diese Herausforderungen zu lösen – durch umfangreiche Forschung und enge Zusammenarbeit mit klinischen und wissenschaftlichen Partnern weltweit. Diese Erkenntnisse fließen direkt in die Produktentwicklung ein und bilden die Grundlage der Unternehmensphilosophie: ein Hören zu ermöglichen, das dem natürlichen Hören möglichst nahekommt. Dazu gehören etwa lange, flexible Elektroden, spezielle Klangkodierungsstrategien für Musik und fortschrittliche, individualisierte CI-Anpassmethoden wie das anatomiebasierte Fitting (ABF), das laut aktueller Forschung Musikwahrnehmung, Hörgenuss und Klangqualität verbessern kann. Außerdem entwickelte MED-EL wissenschaftlich fundierte Fragebögen, die erfassen, wie CI-Nutzer*innen Musik im Alltag erleben. „Unser Fokus ist klar praxisorientiert”, so Boyer. „Wir übersetzen Forschung in Lösungen, die das tatsächliche Hören verbessern.“
Gutes Hören braucht mehr als Technologie
Technologie allein entscheidet nicht über den Erfolg – wesentlich ist, wie gut Menschen mit Cochlea-Implantat lernen, das Gehörte zu verstehen. MED-EL legt daher großen Wert auf strukturierte Rehabilitation als Schlüssel zu einem besseren Musikerleben. Gezieltes Hörtraining hilft CI-Nutzer*innen, Tonhöhen besser zu unterscheiden, Instrumente zu erkennen und schwierige Hörsituationen besser zu meistern. Dieser aktive Ansatz führt zu messbaren Fortschritten, da das Gehirn neue Hörmuster entwickelt und die Klangverarbeitung kontinuierlich verfeinert. Erfahrungen aus der Praxis und Studien belegen zunehmend, dass musikbasiertes Training nicht nur das Musikerlebnis stärkt, sondern auch allgemeine Fähigkeiten stärkt – darunter Sprachverständnis, Hördauer und kognitive Verarbeitung. „Musik wirkt als starker Motivator“, sagt Boyer. „Sie motiviert zu regelmäßigem Training und führt damit zu besseren, schnelleren und langfristig positiven Ergebnissen.“
Gezielte Lösungen: Von Training bis Personalisierung
Um diese Ansätze konsequent in den Alltag zu überführen, bietet MED-EL evidenzbasierte Lösungen, die Musik gezielt in Rehabilitation und klinische Abläufe integrieren
- Meludia – eine interaktive Plattform für strukturiertes Musiktraining mit Cochlea-Implantat, die Hörfähigkeiten systematisch aufbaut
- Musical EARS® – ein umfassendes Programm zur Förderung der auditiven und kognitiven Entwicklung von Kindern durch Musik
- Digitale Lösungen der nächsten Generation – eine Kombination aus Hördiagnostik und personalisierten Hörtrainings für eine individuell angepasste Rehabilitation
Mit diesen Angeboten verwandelt MED-EL die Musikrehabilitation von einer optionalen Ergänzung zu einem standardisierten, skalierbaren und ergebnisorientierten Bestandteil der Hörversorgung. Diese kann immer besser auf die individuellen Bedürfnisse und Ziele der CI-Träger*innen abgestimmt werden.
Musik als entscheidender Faktor bei der CI-Wahl
Musik ist längst mehr als eine Nebenfunktion – sie beeinflusst zunehmend die Entscheidung für Hörlösungen. Menschen mit schwerem Hörverlust erwarten heute von einem CI mehr als nur funktionales Hören, nämlich eine gute Klangqualität und Musikgenuss. Die Praxis zeigt: Der Zugang zu Musik beeinflusst maßgeblich die Zufriedenheit, die langfristige Nutzung und den wahrgenommenen Nutzen eines Hörimplantats. Lösungen, die bei Musik überzeugen, erzielen auch im Alltag bessere Ergebnisse. Und genau das zählt für Betroffene. „Die Bedeutung von Musik wird oft unterschätzt“, so Boyer. „Für viele ist sie kein nettes Extra, sondern ebenso wichtig wie das Sprachverstehen.“
Die Latte höher legen
Am Welttag der Musik plädiert MED-EL für ein Umdenken, was das Hören mit CI betrifft: weg vom reinen Sprachverständnis hin zu einem umfassenden Hörerlebnis. „Musik verbindet, motiviert und beeinflusst unsere Lebensqualität”, ist Boyer überzeugt. „Wir wollen sicherstellen, dass Menschen mit Hörverlust nicht nur hören, sondern die klangvolle Welt und die Musik intensiv erleben.”
Weitere Informationen zu den Innovationen von MED-EL im Bereich Hören und Musik finden Sie auf der MED-EL Website.
Pressekontakt
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